Auf einen Kaffee mit Arzu Kuhlmann (Direktionsassistentin, ATLANTIC Hotel Kiel)

... mit Arzu Kuhlmann
(Direktionsassistentin, ATLANTIC Grand Hotel Bremen)

Auf einen Kaffee mit Arzu Kuhlmann (Direktionsassistentin, ATLANTIC Hotel Kiel)

Liebe Frau Kuhlmann,
Danke, dass Sie sich die Zeit nehmen, uns ein paar persönliche Einblicke zu geben. Als Direktionsassistentin sind Sie oft mittendrin statt nur dabei und haben in den vielen ATLANTIC-Jahren bestimmt schon einiges erlebt! Danke für Ihr stetiges Engagement. Es ist schön, Sie im Team zu haben.
 

Wie lange sind Sie schon bei den ATLANTIC Hotels tätig?
AK: Am 1. August 2021 habe ich mein 10-jähriges Jubiläum im ATLANTIC Grand Hotel Bremen.

Bevor ich mich damals beworben habe, hatte ich das ATLANTIC Grand Hotel Bremen schon einige Zeit im Blick. Eigentlich hatte ich mir fest vorgenommen nicht wieder in einem Hotel zu arbeiten. Während meines Tourismusmanagement Studiums hatte ich ein Praktikum in einem Hotel in Barcelona absolviert. Dort gab es sehr starke Hierarchien.

Das ATLANTIC Grand Hotel Bremen war damals, aufgrund des Hotelbaus, viel in der Presse. Die Artikel habe ich verfolgt. Besonders interessant fand ich die Information, dass das Hotel erweitert werden soll, um die „Goldenen Säle“ mit Zugang zur Böttcherstraße. „Das klingt wirklich spannend!“, dachte ich und habe mich initiativ beworben. Ja, und dann war ich tatsächlich dabei, als 2011 die Goldenen Säle eröffnet wurden. Es ist total toll zu begleiten, wie sich das Haus in den letzten nun 11 Jahren entwickelt hat.

Beschreiben Sie sich mit drei Worten.
AK: Stressresistent ● Aufgeschlossen ● Frostbeule

Wie war Ihr bisheriger Karriereweg bei den ATLANTIC Hotels?
AK: Eingestiegen bin ich 2011 im Veranstaltungsverkauf. Wir waren ein Team von drei Personen.  Nach einem halben Jahr wurde mir die Möglichkeit eröffnet, als Direktionsassistentin zu arbeiten. Eine Chance, die ich wahrgenommen habe. Die Weite, die diese Stelle mit sich bringt, passt gut zu meiner Persönlichkeit.

2012 ging es mit der „ATLANTIC Almhütte“ (Outlet) los. Dieses Thema habe ich mitbegleitet, von Preisgestaltung, Interieur, Verkauf, bis hin zur Vermarktung. Das Projekt „The Grand Terrace“ (After work Veranstaltung auf der Dachterrasse) habe ich ebenfalls mit federführend entwickelt. Zudem haben die Oster-, Weihnachts- und Silvesterformate sowie Theater- und Verkaufsveranstaltungen Fahrt aufgenommen.
Die schönen Outlets WKCafé WESER-Strand sowie das Weinkontor & Café sind zwei Projekte aus der jüngsten Vergangenheit.
Es ist super spannend im Team zusammen etwas zu gestalten und nach vorne zu bringen.

Im Marketing arbeite ich ebenfalls unsere Hauszeitung, den "Culinaire", aus und übernehme die Redaktion in Monatsmagazinen und Tageszeitungen, um die laufenden Projekte bestmöglich zu bewerben. In der aktuellen Zeit ist das etwas in den Hintergrund gerückt.

Warum ATLANTIC?
AK: Initiativ habe ich mich damals beworben, da in den Medien viel Positives über die junge und dynamische Hotelgruppe mit Ursprung in Bremen berichtet wurde und ich insgeheim gehofft habe, dass es anders ist als meine vorherige Hotelerfahrung. Meine Hoffnungen haben sich bestätigt.  

Mir macht es jeden Tag Spaß hierherzukommen, dabei zu sein, etwas mitgestalten zu dürfen und Dinge anzuschieben. Man kann sich selbst einbringen in das Unternehmen, um Prozesse zu verbessern und das Arbeitsklima mitzugestalten. Das ist absolut positiv. 

Suchen Sie sich bitte einen der fünf ATLANTIC Werte (Qualität, Respekt, Optimismus,
Glaubwürdigkeit, Loyalität) aus und erzählen uns ein paar Beispiele, wie dieser gelebt wird.

AK: Wir leben diese Werte wirklich jeden Tag. Aufgrund von Kurzarbeit kommen wir derzeit manchmal an unsere Grenzen bei dem Wert „Qualität“ zum Beispiel. Dann versuchen wir uns gegenseitig, durch eine gute Kommunikation, zu unterstützen und z.B. Handlungsabläufe weiterzugeben.  
Ganz beeindruckend finde ich immer wieder, dass an Tagen mit hohem Aufkommen, der Hoteldirektor seine Kochjacke oder Schürze anzieht und mit unterstützt. Das unterstreicht für mich den ATLANTIC Wert „Glaubwürdigkeit“. Es zeigt, dass man das, was man macht, wirklich liebt. Das ist wahres Teamwork.

ATLANTIC Hotels Arbeitsgebermarkensymbol

Wo sind Sie geboren und aufgewachsen?
AK: Im Sauerland, in einer Kleinstadt, bin ich geboren und war bis zum Abitur dort. Aufgrund des Studiums an der Hochschule Bremen bin ich nach Bremen gekommen und hiergeblieben.

Wie ist es als „Direktionsassistentin“ zu arbeiten? Wie sieht ein typischer Tag aus?
AK: Der Tag startet meistens so, dass ich einen „Fahrplan“ habe, den ich dann oft schnell wieder zur Seite legen kann, um dem Tagesgeschehen den benötigten Raum zu geben. Über den Tag ergeben sich viele, ungeahnte Dinge, manchmal auch plötzlich größere Aufgabenstellungen mit hoher Priorität.  
Ansonsten gehören Aufgaben, wie Dienstpläne kontrollieren, Arbeiten an laufenden Projekten, die Unterweisung von Mitarbeitenden, Meetings, Kommunikation (z.B. via unserer internen Kommunikationsplattform Beekeeper, Homepage, Social Media) und viel, viel Spontanes zu meinen Aufgaben. Ich bin zudem die Schnittstelle zur Personalabteilung und beantworte aufkommende Fragen. Zusammenhalt und den Mitarbeitenden zur Seite stehen ist mir persönlich ganz wichtig.  

Was ist die größte Herausforderung in Ihrem Job?
AK: Nicht alles selbst zu machen, auch mal abzugeben und das Vertrauen zu haben, dass das schon gut gemacht wird. Es ist viel zu tun und da muss auch mal was delegiert werden. Die Herausforderung ist zu erkennen, was ich überhaupt delegieren kann.  

Was macht Ihnen an Ihrem Job am meisten Spaß?
AK: Die Zusammenarbeit mit den Kolleg*innen, neue Projekte und vor allem jeden Tag neue Herausforderungen zu haben.

Was gehört zu Ihrem Job, dass man nicht direkt erwarten würde?
AK: Zum Einen denke ich, dass etwas diplomatisches Geschick ganz hilfreich ist, wenn man zwischen Abteilungsleitern und Mitarbeitern vermittelt, um ein Problem aufzulösen.
Und vielleicht auch Fremdsprachenkenntnisse, da viele Mitarbeiter ganz unterschiedlicher Herkunft sind; ich bin immer wieder beeindruckt, wenn beispielsweise KollegInnen aus Bulgarien auch russisch und türkisch manchmal auch griechisch sprechen. Da Sie manchmal besser türkisch als deutsch sprechen, hilft mir meine Muttersprache sehr bei der Kommunikation. Die Stelle „Direktionsassistentin“ kann administrativ angegangen werden; es besteht jedoch auch die Möglichkeit, sich aktiv und gestalterisch bei aktuellen Projekten einzubringen; und das liebe ich an meinem Job!   

Sie haben viel mit unterschiedlichen Menschen zu tun und dabei sind „Kommunikation“, „Umgang miteinander“ und „Verhaltensweisen“ sehr wichtig.  
Welchen Tipp haben Sie?

AK: Jeder Mensch kocht auch nur mit Wasser. Mir ist es wichtig, jeden dort abzuholen, wo er gerade ist. Sich klar zu machen, dass es um die Sache geht und sich auf die jeweilige Person einstellen. Allen auf Augenhöhe begegnen ist das Wichtigste - egal ob Kollegen oder Geschäftskunden.  

Erzählen Sie uns von einem Erlebnis aus knapp 10 Jahren ATLANTIC.
AK: Die ganzen Projekte haben sich nach und nach weiterentwickelt. Zum Beispiel hatten wir an Silvester 2016 zeitgleich 1.200 Gäste im Haus: In den Goldenen Sälen, im Restaurant, der Almhütte, in der Roof Lounge sowie in der ATLANTIC Bar und das Haus war ausgebucht. Solche Ereignisse klappen nur, weil wir Hand in Hand zusammenarbeiten.   

Welche Erkenntnis haben Sie kürzlich gewonnen?
AK: Für mich habe ich gelernt, dass man auch mal geliebte Projekte abgeben muss, um sich weiterzuentwickeln.  
Zudem lerne ich mit der Zeit einfach ein bisschen entspannter zu sein. Fehler sind auch erlaubt. Da wo Menschen arbeiten, passieren auch Fehler. Wir arbeiten nicht am offenen Herzen! Den Stress, den man sich macht, ist meistens der eigene Perfektionismus. Fehler bringen einen im Leben weiter und ermöglichen mitunter eine andere Sichtweise.

Was ist das Erste, dass Sie „nach der Pandemie“ machen werden?
AK: Mich mit Freunden treffen, zusammen kochen und trinken und mit mehr als zwei Personen einen richtig schönen Abend verbringen.  

Wenn ich nicht arbeite, dann…
…bin ich ganz oft in der Natur unterwegs, jogge, fahre Fahrrad oder gehe wandern. Zudem bin ich gerne mit der Familie zusammen und koche wahnsinnig gerne türkisch; wie für eine Großfamilie.  

Bremen ist für mich…
…Heimat.
 

// April 2021 //

 

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